Freiwilligendienst aller Generationen - FdaG

Wir als gemeinnütziger, privatrechtlicher Verein informieren hier über den Freiwilligendienst aller Generationen, FdaG.

Was ist der FdaG, der Freiwilligendienst aller Generationen?

Der Freiwilligendienst aller Generationen, FdaG, bestand bis Ende 2011 als Programm des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) - mit besonderer Förderung. Hervorgegangen ist es aus dem Modellprogramm GüF, dem Generationsübergreifenden Freiwilligendienst.

Der FdaG hatte als Kernvorgabe einen zeitlichen Umfang von wenigstens 8 Stunden pro Woche und eine Mindestlaufzeit von 6 Monaten. Es war eine verbindliche Vereinbarung zwischen Freiwilligem, Einsatzstelle und Träger erforderlich (FdaG-Vertrag).

FdaG als Gesetz

Aufgrund der positiven Erfahrungen in allen Bundesländern, besonders in NRW, Bayern, Sachsen oder Baden-Württemberg, sollte der Freiwilligendienst aller Generationen nach dem Wunsch der Länder gesetzlich verankert werden.

Der Bundesrat hatte einen Entwurf eines Gesetzes zur Ergänzung des Bundesfreiwilligendienstgesetzes um Regelungen des Freiwilligendienstes aller Generationen (FdaG) erarbeitet, s. Br-Drs 297/12.

Intention war es, im Bundesfreiwilligendienstgesetz neben dem Bundesfreiwilligendienst ein zweites, niedrigschwelligeres Format des Freiwilligendienstes festzuschreiben, den Freiwilligendienst aller Generationen.

Der Unterschied des FDAG zu anderen Freiwilligendiensten besteht darin, dass die Freiwilligen nicht sozialversicherungspflichtig sind und keinen Anspruch auf Taschengeld haben.

Bisher sind generationsübergreifende Freiwilligendienste evaluiert worden. Aus diesen Erfahrungen lässt sich ableiten, dass solche Freiwilligendienste vor allem den Erwartungen älterer Menschen entspricht, die sich in einem Freiwilligendienst engagieren möchten. So waren 64 % der im Freiwilligendienst aller Generationen tätigen Menschen älter als 50 Jahre. Die demographischen Entwicklung in Deutschland lässt erwarten, dass die Zahl der älterer Menschen ansteigen wird, die sich gerne in einem Freiwilligendienst einbringen wollen. Angepasst an die Zielgruppe sollte der Zeitaufwand unter 20 Stunden in der Woche liegen. Die Anerkennung wuerde sich wie bei den anderen Freiwilligendiensten durch Qualifizierung ergeben.

Durch die Verankerung im Bundesfreiwilligendienstgesetz sollte der Freiwilligendienst aller Generationen bundesweit etabliert werden.

Die Kosten für einen gesetzlich niedergelegten Freiwilligendienst aller Generationen sollte der Bund tragen. Ein Platz sollte in Höhe von bis zu 100 Euro im Monat finanziert werden. Bei 5.000 Plätzen würden die Kosten im Jahr bis zu 6 Mio. Euro, bei 10.000 Plätzen bis zu 12 Mio. Euro betragen.

Dieses Gesetzesinitiative wurde allerdings nicht umgesetzt. Der FDAG ist nicht in in das Bundesfreiwilligendienstgesetz aufgenommen worden.